Nachhallzeit
Erklingt in einem Raum ein Ton, so verbleibt auch nach Verstummen der eigentlichen Schallquelle (des Tons) ein Nachhall, der durch das Abprallen (die Reflexion) der Schallwellen von Decken, Wänden und Fenstern entsteht. Die Zeitspanne, die es braucht, bis der Schalldruckpegel im Raum um 60dB abgenommen hat, nachdem die eigentliche Schallquelle (z. B. der Ton) verstummt ist, bezeichnet man als Nachhallzeit. Eine hohe Nachhallzeit erschwert das Verstehen von Sprache und erfordert eine erhöhte Konzentrations- und Kompensationsleistung.
Sie ist abhängig von:
- Größe und Geometrie des Raumes
- Absorptionseigenschaften der Wände, Decken und Einrichtungsgegenstände
- Frequenz (Tonhöhe) des Schalls
Laut der für Unterrichtsräume gültigen DIN 18041 „Hörsamkeit in kleineren bis mittelgroßen Räumen“ soll die mittlere Nachhallzeit in einem knapp 200 m3 umfassenden Klassenraum etwa 0,58 Sekunden betragen. Die optimale Nachhallzeit für Räume, in welchen Schüler:innen mit einer Hörbeeinträchtigung unterrichtet werden, liegt bei etwa 0,47 Sekunden.
Bei der Aufnahme von Schüler:innen mit einer Hörbeeinträchtigung ist vorab eine Messung der Nachhallzeit des zukünftigen Klassenraums aus oben genannten Gründen zu empfehlen. Dies kann in der beigefügten Datei nachgelesen werden.